Contact Form 7 versendet keine E-Mails: die Lücke zwischen „abgeschickt“ und „zugestellt“
Das Formular wird abgeschickt, keine Angebotsanfrage kommt an, und die Google-Ads-Conversions stehen bei null. Warum die E-Mail scheitert, in welcher Reihenfolge Sie prüfen und wie Sie es an die Messung anbinden.
Tecrube-Team
Marketing-Automatisierung
„Formular abgeschickt“ heißt nicht „E-Mail versendet“
Der grüne Hinweis „Ihre Nachricht wurde gesendet“ von Contact Form 7 besagt, dass das Formular den Server erreicht hat – nicht, dass die E-Mail in Ihrem Postfach gelandet ist. Die beiden Schritte laufen auf unterschiedlichen Systemen: Den ersten übernimmt WordPress, den zweiten die Mail-Funktion des Servers oder ein SMTP-Dienst.
So kann ein werbetreibendes Unternehmen wochenlang glauben, das Formular „funktioniert“, ohne eine einzige Angebotsanfrage zu erhalten. Google Ads zeigt null Conversions, das Budget wird gekürzt – und das eigentliche Problem steckt in der Mail-Schicht.
Warum die E-Mail nicht rausgeht
Die häufigste Ursache: Die Standard-Mail-Funktion von WordPress versendet ohne Authentifizierung; der empfangende Server stuft die Nachricht als Spam ein oder lehnt sie ganz ab. Die zweite: eine „Von“-Adresse, die nicht zu Ihrer Domain passt; SPF und DKIM schlagen fehl, und die E-Mail wird abgewiesen.
Die dritte: Der Hosting-Anbieter blockiert den ausgehenden Mail-Port. Die vierte: defekte Feld-Tags in der Mail-Vorlage nach einem Plugin-Update. Jede Ursache hat ein anderes Symptom und sollte der Reihe nach ausgeschlossen werden.
Die Prüfreihenfolge
Füllen Sie das Formular zuerst selbst aus, schicken Sie es ab und warten Sie fünf Minuten; prüfen Sie auch den Spam-Ordner. Ist die E-Mail im Spam gelandet, liegt es an der Authentifizierung: Installieren Sie ein SMTP-Plugin, legen Sie ein Absenderkonto an, das zu Ihrer Domain passt, und fügen Sie SPF- und DKIM-Einträge hinzu.
Kommt gar keine E-Mail an, schauen Sie in das Mail-Log in Ihrem Hosting-Panel; ein Eintrag im Stil von „mail_failed“ bedeutet, dass der Server den Versand verweigert, und ein SMTP-Dienst ist die einzige dauerhafte Lösung. Ist das Log sauber, prüfen Sie die Formularvorlage: Empfängeradresse, Betreffzeile und die Feld-Tags im Nachrichtentext.
Erst die E-Mail, dann die Werbedaten
Am Conversion-Tracking zu basteln, bevor die E-Mail repariert ist, bringt die Reihenfolge durcheinander; stellen Sie zuerst sicher, dass die Anfrage Sie erreicht. Dann geht es an die Messung: Contact Form 7 löst beim erfolgreichen Absenden ein Browser-Event aus, und Sie brauchen im Tag Manager einen Trigger, der darauf hört, sowie ein Tag, das ein Event an GA4 sendet.
Mit dem Tecrube-Connector endet dieser Schritt im Chat: „Erstelle in GTM einen Trigger und ein GA4-Event-Tag für den Versand von Contact Form 7, markiere das Event in GA4 als Conversion und verknüpfe GA4 mit meinem Google-Ads-Konto.“ Jeder Teil kommt als Vorschau und wird nach Ihrer Freigabe umgesetzt; die Veröffentlichung der GTM-Version ist ein eigener Schritt mit Vorschau und Freigabe, und den Import der Conversion schließen Sie in Google Ads ab.
GA4 sieht den Versand, Google Ads nicht
In diesem Fall funktionieren Formular und Messung, aber die Brücke fehlt. Damit eine GA4-Conversion im Google-Ads-Konto ankommt, müssen die beiden Konten verknüpft sein und die Conversion muss auf Google-Ads-Seite importiert werden. Die Frage „Liste die aus GA4 in Google Ads importierten Conversions auf“ im Chat zeigt die Lücke auf einen Blick.
Hängt die Gebotsstrategie der Kampagne an dieser Conversion, lassen Sie ihr nach dem Einsetzen des Conversion-Flusses zwei Wochen Lernzeit; eine Budgetänderung in dieser Zeit setzt das Lernen zurück.
Eine regelmäßige Testgewohnheit
Füllen Sie das Formular einmal im Monat selbst aus und prüfen Sie in drei Schritten, ob die E-Mail ankommt, das Event in GA4 erscheint und die Conversion in Google Ads erscheint. In Tecrube sind die letzten beiden Schritte eine einzige Frage und kosten als Lesevorgänge keine Credits.
Wiederholen Sie den Test nach jedem Plugin- oder Theme-Update; die meisten Formularausfälle beginnen in der ersten Woche nach einem Update und bleiben einen Monat lang unbemerkt.
Wenn Sie den Test an einen festen Kalendertermin binden, etwa den ersten Montag im Monat, gerät er nicht in Vergessenheit; ein zehnminütiger Check ist die günstigste Versicherung gegen einen Monat verlorener Anfragen.
Spamschutz und Fehlalarme
Wird Ihr Testversand als „Spam“ markiert, ist das Formular nicht defekt – der Spamschutz arbeitet. reCAPTCHA, Akismet oder ein Honeypot-Feld haben Ihren Test womöglich für einen Bot gehalten. Die Lösung ist nicht, den Schutz abzuschalten, sondern seinen Schwellenwert zu prüfen und den Test aus einem echten Browser zu wiederholen, wobei Sie das Formular in normalem Tempo ausfüllen.
Um herauszufinden, ob auch echte Kunden markiert werden, sehen Sie sich die Spam-Einträge des Plugins an. Haben sich innerhalb einer Woche Dutzende Angebotsanfragen mit echten Namen im Spam angesammelt, ist der Schutz zu streng und kostet Sie Conversions. Lockern Sie den Schwellenwert und beobachten Sie einige Tage.
Prüfen Sie nach der Änderung der Spam-Einstellung auch die Messseite. Als Spam markierte Einsendungen erzeugen kein GA4-Event; solange der Schutz zu streng ist, liegen die Conversion-Zahlen in GA4 und Google Ads also unter der Realität. Springen die Conversions in der Woche nach dem Lockern nach oben, ist das eine reparierte Messung und kein Kampagnenerfolg; behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie die Gebotsstrategie bewerten.